Uli Happe schafft seit fast vierzig
Jahren
Film- und Videokunstwerke, Fotos, Objekte und Bilder.
Mit Blick auf die aktuell in mehreren Städten stattfindende
Überblicksausstellung
"40 Jahre
Videokunst" ordne ich
das Werk des seit 1974 in Berlin lebenden Künstlers historisch ein.
Anhand des breiten Oeuvres von Uli Happe beleuchte ich
die Mechanismen des Kunstbetriebs und stelle Zusammenhänge dar,
die bis ins Vorvorvergangene Jahrhundert reichen.
Mehrfach Preisgekrönt und u. a. auf
"arte" gezeigt,
hat Uli Happe selbst (Kunst-)Geschichte geschrieben:
Seine ersten veröffentlichten Werke sind von 1971 und in der
Sammlung des
NBK vertreten.
In den 80er Jahren hat er neben Fotos und Bildern einzigartige
Videodokumente
zur Zeitgeschichte z.B. für das kreuzberger Videomagazin Channel
36 geschaffen.
Er ist mit der Kamera an den heissen Plätzen, als die sogenannte
Wende kommt.
"Wie es (fast) wirklich war"(1998) von Uli Happe ist meiner Ansicht nach
ein bedeutendes Videokunstwerk über dieses noch nicht
abgeschlossene Kapitel der deutschen Geschichte
und dabei gleichzeitig eine zeitlose Darstellung von öffentlichem
Leben und Medien, Macht und Politik in einem.
Bis heute veröffentlicht Uli Happe regelmässig
Videokunstwerke,
die auf inter- und nationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet
werden.
Anlässlich einer grossen Ausstellung von Uli Happes Werk mit dem
Titel "absichten"
zum Jahreswechsel 05/06 im
PAN-Kunstforum am Niederrhein
hatte seine lange Dokumentation über Ira Schneider erst
kürzlich Welturaufführung.
Neben Ausschnitten aus diesem Video über den seelenverwandten
amerikanischen Videokunstpionier
werde ich an diesem Abend viele andere exemplarische Werke Uli Happes
präsentieren.
Unter anderem auch einen Ausschnitt aus seinem bisher noch nie
öffentlich aufgeführten jüngsten Werk "Onkel Ludwig".
"Onkel Ludwig" lässt einen deutschen ehemaligen
Kriegsgefangenen in England erzählen,
der nach dem Kriegsende dort blieb und eine Engländerin heiratete.
Die deutsche Nazi-Vergangenheit ist bei Uli Happe ein immer
wiederkehrendes Motiv.
beispiele von uli happes werken finden Sie
hier.